WHES 2020: ÖDP-TOR in Berlin

Auch Mitglieder der ÖDP Tirschenreuth und Cham waren mit einem Bus vom Bund Naturschutz Regensburg bei der Demo „Wir haben es satt“ am 18.01.2020 in Berlin. Mittags startete die Demonstration. Redner wie Vandana Shiva ‒ alternative Nobelpreisträgerin und Globalisierungskritikerin aus Indien oder Professor Antônio Andrioli aus Brasilien zeigten eindrücklich auf, wie giftig und menschenverachtend globalisierte Landwirtschaft sein kann, wie aber auch z.B. der indische Bundesstaat Sikkim 100 Prozent Öko-Landwirtschaft vorgibt. Gerade auch die deutsche Argrarpolitik muss sich radikal wandeln. Der Staat muss wie im Grundgesetz gefordert, Tierwohl als wichtiges Schutzgut sehen und dieses auch durchsetzen. Küken dürfen nicht weiter geschreddert und Schweine nicht weiter ohne Betäubung kastriert werden. Auf vielen unserer verpackten Lebensmittel wird die „heile günstige Welt“ vermarktet, hinter

der aber oft großes Leid steckt.
Zeitgleich zur Demo fand in Berlin auch die internationale Agrarministerkonferenz statt. Schon am Vormittag übergaben die Bäuerinnen und Bauern, die mit ihren Traktoren aus ganz Deutschland angereist waren, eine Protestnote an die Agrarminister*innen der Welt. Ihre Botschaft: Statt mit unfairen Freihandelsabkommen neue Märkte für Auto- und Chemie- Konzerne zu erschließen, braucht es gerechten Handel, naturverträgliche Landwirtschaft, die Durchsetzung von Bauernrechten und Schutz von bäuerlichen Betrieben auf der ganzen Welt. Deswegen fordert das Demonstrationsbündnis ein Veto Deutschlands gegen das geplante EU-Mercosur-Abkommen.
Die deutsche Politik muss endlich handeln und Lobbyisten nicht mehr Mitsprache und Gehör einräumen als unseren Bauern und den Verbrauchern.

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